Mann im Mond

 

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Ein spannendes Beobachtungsobjekt, schon von blossem Auge oder für einfache Instrumente wie einen Feldstecher oder ein Schüler-Teleskop ist unser nächster Nachbar im Weltall, der Mond.

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Schon vor Tausenden von Jahren ist den Menschen aufgefallen, wie er in raschem Lauf seine regelmässige Bahn um die Erde zieht, wie alle 29½ Tage uns in vollem Glanze anstrahlt und wie er, um gut zwei Wochen verschoben, im gleichen Rhythmus im Licht der Sonne zu verschwinden scheint, um wenige Tage später als schmale Sichel am Abendhimmel wieder aufzutauchen. Mit dem unbewaffneten Auge betrachtet, scheint uns der Vollmond wie ein kugelrundes Gesicht anzuschauen, doch das Gesicht ist zu weit entfernt, als dass wir feinere Einzelheiten erkennen könnten. Erst mit der Erfindung des Fernrohres zu Beginn des 17. Jahrhundert begann der Mensch, die Geheimnisse der Mondoberfläche zu lüften. Vom wohl ersten Fernrohr-Beobachter, Galileo Galilei aus Padua sind uns Zeichnungen erhalten, die er beim Blick durch sein bescheidenes Teleskop eigenhändig angefertigt hat.
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Er erkannte, dass die Oberfläche des Erdbegleiters eine faszinierende Landschaft aus Kratern, Gebirgen und Tälern darbot; nur bei den grossen dunklen Flächen hat er sich wohl getäuscht: er nannte sie Meere und hielt sie auch für Wasserflächen, weil sein einfaches Instrument die kleinen Einschlagkrater in den grossen Ebenen nicht zu zeigen vermochte.
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Mit jeder Verbesserung beim Bau der Teleskope gab der Mond mehr von seinen Geheimnissen preis, und als in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts die ersten Raketen ihre Satelliten in den Weltraum beförderten, wurde rasch klar, dass unser Begleiter über kurz oder lang das Ziel einer Expedition werden würde. 1959 fotografierte die russische Mondsonde Lunik 3 erstmals die Rückseite des Mondes, die ja von der Erde aus nicht eingesehen werden kann, da uns der Erdtrabant wegen seiner gebundenen Rotation immer die gleiche Seite zuwendet.

Mond_Rueckseite
Nach verschiedenen Erkundungsflügen wagte schliesslich die amerikanische Weltraumbehörde NASA den bemannten Flug zum Mond, und am 20. Juli 1969 setzte mit Neil Armstrong zum ersten Mal ein Mensch seinen Fuss auf einen fremden Himmelskörper. Armstrongs Ausspruch „That's one small step for a man, one giant leap for mankind! (Ein kleiner Schritt für einen Menschen – ein grosser Sprung für die Menschheit)“ ging um die ganze Welt. Über das Unternehmen Apollo 11 und die erste Mondlandung erfährst du bei Wikipedia mehr!
zwei Fahnen auf dem Mond
Interessant zu wissen ist übrigens noch, dass nicht etwa als erstes die amerikanische Flagge auf dem Mond gehisst wurde: quasi als Schweizer Fahne stellte Armstrong als erstes das Berner Sonnenwind-Experiment auf den Mondboden.