Heimatstern Sonne

Die Sonne – unser Heimatstern – liefert uns die Energie, die uns das Leben auf dieser Erde erst ermöglicht. Und das kostenlos, CO2-frei und noch für eine unvorstellbar lange Zeit. Diese Erkenntnis wird gerade in Zeiten, in denen allgemein über die mögliche Klimaänderung diskutiert wird, breiten Bevölkerungskreisen bewusst. Wie "funktioniert" diese scheinbar unendliche Energie-Quelle? Und liefert sie uns wirklich für ewige Zeiten Energie?

Ringförmige Sonnenfinsternis 1992
Ringförmige Sonnenfinsternis 1992. Bild: APOD.

Blicken wir in einer klaren Nacht zum Himmel, dann können wir im allerbesten Fall etwa 3000 Sterne erkennen. Benützen wir einen Feldstecher oder gar ein Fernrohr, dann steigt diese Zahl aber rasant an: Die Astronomen schätzen, dass allein unsere Milchstrasse etwa 200 Milliarden Sterne enthält, eine unvorstellbar grosse Zahl. Die einzelnen Sterne unterscheiden sich in vielerlei Hinsicht voneinander: Es gibt grosse und kleine, helle und schwache, rötliche und bläuliche. Schon das blosse Auge vermittelt uns in einer klaren Sternennacht einen überwältigenden Eindruck. Aber alle diese Objekte liegen in unerreichbarer Ferne, ohne Bezug zu unserem beschränkten menschlichen Leben. Nur ein einziger Stern macht hier eine Ausnahme: Ohne die Strahlung der Sonne versänke unsere Erde in ewige Nacht, in die Kälte des Weltraums, in Erstarrung und Tod. Die Sonnenstrahlung ermöglicht erst das irdische Leben, vom primitivsten Einzeller bis zum grössten Dichter. Mit Ausnahme der Atomenergie stammt sämtliche Energie, welche wir zum Überleben, aber auch für die Befriedigung aller weiteren Bedürfnisse benötigen, von der Sonne. Die Sonne bestimmt mit Tag/Nacht und Sommer/Winter aber auch unsere wichtigsten Lebensrhythmen, nach denen wir uns aktiv nach aussen wenden und anschliessend regenerierend nach innen kehren. Bei Verwendung von geeigneten Lichtfiltern (und nur mit derartigen Hilfsmitteln!) können auf der Sonnenoberfläche eine Fülle von verschiedenen, meist veränderlichen Erscheinungen und Strukturen erkannt werden.

Proteburanzen
Bild: TRACE

Die neue Show im Planetarium Kreuzlingen zeigt faszinierende Bilder von Eruptionen, Protuberanzen, Flecken auf der Sonne und von der Korona. Sie vermittelt den Besuchern einen Eindruck, aus welchen Quellen die Sonne ihre Energie bezieht, aber auch welche Aktivitäten auf und in ihr stattfinden, die von den Astronomen beobachtet und ausgewertet werden. Auch die scheinbare Bewegung der Sonne um die Erde, die in Wirklichkeit eine Folge der täglichen Drehung der Erde und der jährlichen Bewegung der Erde um die Sonne ist, wird erklärt.

Die meisten Planetariums-Shows beginnen mit einem kurzen Vorprogramm, welches die Sterne und Sternbilder erklärt, wie sie am Bodensee zu sehen sind. Es soll den Zuschauer durch den naturgetreuen Anblick des Sternenhimmels in die Lage versetzen, sich in der verwirrenden Vielfalt der Sterne einige leicht erkennbare Sternfiguren einzuprägen.