Der rote Krieger

 

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Wenn du in den kommenden Wochen (März / April 2010) die sternenarme Region im zwischen den Zwillingen Castor und Pollux und dem Löwenstern Regulus betrachtest, fällt dir sicher ein heller, rötlich schimmernder Himmelskörper auf. Es unser oberer Nachbarplanet Mars, der dieses Jahr seine Oppositionsschleife im Sternbild Krebs zieht.

Oppositionsschleife 2010gezeichnet mit "Starry Night"

Dabei ist er im Oktober, von den Zwillingen her kommend in den Krebs gewandert, wo er am 1. November mitten in der Krippe stand, kurz vor Weihnachten im Löwen zum Stillstand kam und dann rückläufig nochmals den unauffälligen Krebs durchquerte. Am 29. Januar standen die Sonne, die Erde und Mars in einer Linie; das nennt man die Opposition. Um den 10. März herum ändert der Planet wieder seine Wanderrichtung, er wird rechtläufig und durchquert ein drittes Mal den Krebs.


schleifenbildungGrafik ais Wikipedia

Natürlich behält Mars, wie alle Planeten, bei seinem Lauf um die Sonne seine Richtung bei. Was wir am Himmel als Schleife mit Stillständen, Rückläufigkeit und anschliessender Rechtläufigkeit wahrnehmen, ist eine Folge der Perspektive: die schnellere Erde überholt den äusseren Planeten Mars auf der Innenbahn, und gegenüber den weit entfernten Sternen scheint Mars eben rückwärts zu laufen. Das gleiche kannst du feststellen, wenn du im Auto deiner Eltern auf der Autobahn ein anderes Fahrzeug überholst: es scheint rückwärts an dir vorbei zu rutschen.


Über den Planeten Mars erfährst du alles Wissenswerte, wenn du dir beispielsweise die entsprechende Seite in Wikipedia ansiehst. Auffällig ist dabei, dass der rote Planet eine fast gleiche Taglänge wie de Erde aufweist und mit 25¼° auch beinahe gleich schief auf seiner Bahn um die Sonne läuft, was zu ebenso ausgeprägten Jahreszeiten führt. Auf dem unten stehenden Foto des Weltraum-Teleskopes Hubble kannst du die verschneiten oder eisbedeckten  Polkappen gut erkennen.

mars_hstFoto Hubble Space Telescope (ESA/NASA)

Die beiden Marsmonde Phobos und Deimos (sie bedeuten „Angst“ und „Schrecken“) kannst du von der Erde aus allerdings auch mit einem Amateurteleskop nicht sehen, da sie mit etwa 15 – 25 km Ausdehnung sehr viel kleiner sind als unser Erdmond und weil sie zudem in sehr geringer Höhe über der Marsoberfläche kreisen.