Der Grosse Wagen

 

Den folgenden Text kannst du hier herunterladen und ausdrucken

logo_geschichtendock

Die sieben Sterne des grossen Wagens sind wohl das bekannteste Sternbild am nördlichen Himmel; leicht prägt sich seine Figur dem Beobachter ein. Nicht allen ist aber bekannt, dass der Grosse Wagen eigentlich nur einen Teil eines viel grösseren Sternbildes darstellt, nämlich des Grossen Bären. Der Kasten des Grosse Wagens bildet den hinteren Teil des Bären, die Deichselsterne den Schwanz.
ursa maiorDer mittlere Deichselstern, Mizar, ist schon von blossem Auge als doppelter Stern zu erkennen; sein Begleiter heisst Alcor und wird im Volksmund "das Reiterlein" genannt. Wenn wir Mizar selber im Teleskop betrachten, erkennen wir, dass er einen weiteren, viel engeren Begleiter aufweist.
Die sieben Dreschochsen, wie sie bei den Römern genannt wurden, sind, mit einer Ausnahme, aus einer gemeinsamen Gaswolke entstanden und stehen zwischen 60 und 75 Lichtjahren entfernt von der Sonne. Nur der vorderste Deichselstern, Alkaid (oder Benetnasch) gehört eigentlich nicht zur Familie, er ist 108 Lichtjahre entfernt und leuchtet 4000 mal so hell wie unsere Sonne .
u_ma_fieldDer Grosse Wagen eignet sich bestens dazu, die Nordrichtung zu finden, denn wenn man die beiden hinteren Kastensterne Merak und Dubhe mit einer Linie verbindet und diese Linie anschliessend fünfmal verlängert, gelangt man zum Stern Polaris, dem Polarstern.  Dieser liegt fast genau im Norden. Auf ihn zeigt die gedachte Achse, um die sich die Erde täglich dreht, und deshalb ist der Polarstern bei uns immer am gleichen Ort am Himmel zu finden, egal zu welcher Nachtzeit oder zu welcher Jahreszeit wir den Himmel betrachten.

polweiserBevor es Kompass oder gar Navigationsgeräte gab, war der Polarstern ein wichtiger Wegweiser in der Schifffahrt oder bei Expeditionen.